1 centimeter!
Eine Kaffeebohne ist der Samen der Kaffeepflanze. Die Bohnen wachsen paarweise in einer kleinen Frucht namens Kaffeekirsche heran und werden getrocknet, geröstet und gemahlen, um daraus Kaffee herzustellen. Die hier gezeigte geröstete Bohne ist 1 Zentimeter lang. In einer groß angelegten Studie waren ungeröstete Arabica-Bohnen im Durchschnitt 9,6 Millimeter lang, 6,7 Millimeter breit und 3,7 Millimeter dick.
Die oben genannten Werte stammen aus einer Studie an 150 Arabica-Kaffeesorten, die in Perus nationaler Kaffeesammlung nebeneinander angebaut wurden. Ihre ungerösteten, auch grün genannten Bohnen waren zwischen 7,9 und 13,0 Millimeter lang und zwischen 5,9 und 8,2 Millimeter breit. Eine Bohne wog im Durchschnitt 0,16 Gramm.
Kaffee wird unter anderem nach der Bohnengröße sortiert, die nicht mit einem Lineal, sondern mit gelochten Sieben geprüft wird. Die Größe der runden Löcher dieser Siebe wird in 64stel Zoll angegeben, und die Prüfer notieren, welcher Anteil der Bohnen von einem Sieb zurückgehalten wird. Im äthiopischen Sortiersystem müssen zum Beispiel mehr als 85 % einer Charge von Sieb 14 zurückgehalten werden, dessen Löcher 5,6 Millimeter groß sind.
Auch die Form der Bohne hängt von der Art ab. Arabica-Bohnen sind flacher und länglicher, während die Bohnen von Robusta, der anderen wichtigen Kaffeeart, kleiner und runder sind.
Ein Kaffeebaum trägt drei bis vier Jahre nach der Pflanzung die ersten Kirschen. Reife Kirschen färben sich tief rot oder violett. Unter der dünnen Schale liegt ein süßes, saftiges Fruchtfleisch. Darin ist jede Bohne in eine dünne Schicht namens Pergamenthaut und ein Silberhäutchen gehüllt. In der peruanischen Studie war eine Bohne mit Pergamenthaut im Schnitt 12 Millimeter lang, 2,4 Millimeter länger als die Bohne ohne Pergamenthaut.
Die meisten Kirschen enthalten zwei Bohnen. Bei etwa 5 % der weltweiten Kaffeeproduktion steckt in einer Kirsche nur eine einzige Bohne, die sogenannte Perlbohne. Die Landwirte entfernen Schale und Fruchtfleisch entweder, indem sie ganze Kirschen in der Sonne trocknen und sie danach schälen, oder indem sie zuerst das Fruchtfleisch entfernen und die Bohnen anschließend trocknen.
Fast der gesamte Kaffee, den Menschen trinken, stammt von zwei Arten. Laut dem „Coffee Market Report" der Internationalen Kaffee-Organisation vom August 2026 machte Arabica etwa 57 % der Weltproduktion aus, Robusta rund 43 %. Robusta-Bohnen enthalten 50–60 % mehr Koffein als Arabica.
Grüne Bohnen werden in Maschinen geröstet, die sie ständig in Bewegung halten, damit sie nicht verbrennen. Erreicht das Innere einer Bohne etwa 200 °C, beginnt sie, braun zu werden. Ein duftendes Öl in der Bohne, das Kaffeol, tritt dann aus und sorgt für den vertrauten Geschmack und Geruch von Kaffee.